spielwelt:bibliothek:kalender

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spielwelt:bibliothek:kalender [04.10.2026 22:35] – Voigtspielwelt:bibliothek:kalender [05.10.2026 08:04] (aktuell) – [Der Sorische Kalender] Voigt
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 ===== Zeitrechnung ===== ===== Zeitrechnung =====
  
-Die Jahre werden seit dem Fall von Bazz gezählt. Mit ihm begann im Jahr 0 eine neue Zeitrechnung. Man schreibt die Jahre nach dem Fall (n. B.). Was davor war, liegt in der vergessenen Zeit. Die Chronisten des Sor geben diese Jahre vor dem Fall (v. B.) an. Derzeit schreibt man das Jahr 36 n. B.+Die Jahre werden seit dem Fall von Bazz gezählt (n. B.). Mit ihm begann im Jahr 0 eine neue Zeitrechnung. Was davor war, liegt in der vergessenen Zeit. Die Chronisten des Sor geben diese Jahre vor dem Fall (v. B.) an. Derzeit schreibt man das Jahr 36 n. B.
  
 Siehe auch: [[spielwelt:bibliothek:zeitachse|Zeitachse]] Siehe auch: [[spielwelt:bibliothek:zeitachse|Zeitachse]]
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 ===== Tageszeiten & Zeitmessung ===== ===== Tageszeiten & Zeitmessung =====
  
-Der Tag wird in 36 Stunden unterteilt. Davon gehören 18 Stunden Dhargass und 18 Stunden Sor. Diese Stunden werden durch die Tag- und Nachtglocke unterteilt. Im Sommer sind Sors Stunden länger als die des finstren Dhargass. Im Winter ist es andersherum.+Der Tag wird in 36 Stunden unterteilt. Davon gehören 18 Stunden Dhargass und 18 Stunden Sor. Diese Stunden werden durch die Tag- und Nachtglocke voneinander. Im Sommer sind Sors Stunden länger als die des finstren Dhargass. Im Winter ist es andersherum.
  
-Der Tag beginnt mit der Nachtglocke. Erst kommen die Stunden des Dhargass, dann die des Sor. So lehrt es die Kirche: Aus der Finsternis kommt das Licht.+Der Tag beginnt mit der Nachtglocke. Erst kommen die Stunden des Dhargass, dann die des Sor. So lehrt es die Kirche:  
 + 
 +> //"Aus der Finsternis kommt das Licht."//
  
 Unter den Gelehrten Feldtlands gibt es Bemühungen, den Tag unabhängig von der Jahreszeit in 36 gleiche Teile zu unterteilen, so dass die Stunden in ihrer Länge nicht mehr schwanken. Das würde aber bedeuten, dass im Winter Dhargass' Finsternis auch in Sors Stunden Einzug hält. Eine Vorstellung, die die Kirche des Sor strikt ablehnt. Unter den Gelehrten Feldtlands gibt es Bemühungen, den Tag unabhängig von der Jahreszeit in 36 gleiche Teile zu unterteilen, so dass die Stunden in ihrer Länge nicht mehr schwanken. Das würde aber bedeuten, dass im Winter Dhargass' Finsternis auch in Sors Stunden Einzug hält. Eine Vorstellung, die die Kirche des Sor strikt ablehnt.
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 ===== Der Sorische Kalender ===== ===== Der Sorische Kalender =====
  
-Es gilt der Sorische Kalender. Das Jahr auf Ghen umfasst sechzehn Monate mit jeweils 36 Tagen. Jeder Monat wird in vier Wochen mit je neun Tagen eingeteilt. +Es gilt der Sorische Kalender. Das Jahr auf Ghen umfasst sechzehn Monate mit jeweils 36 Tagen. Jeder Monat wird in vier Wochen mit je neun Tagen eingeteilt. Je vier Monate bilden eine Jahreszeit. Jede Jahreszeit beginnt mit einem Monat, der nach einem der Himmelskörper benannt ist: Dargen nach Dhargass, Duner nach Dundar, Soren nach Sor und Branen nach Branjur. Am 18. Tag dieser Monate wendet sich das Jahr. Am 18. Soren ist der längste Tag, am 18. Dargen die längste Nacht. Am 18. Duner und am 18. Branen sind Tag und Nacht gleich lang.
- +
-Je vier Monate bilden eine Jahreszeit. Jede Jahreszeit beginnt mit einem Monat, der nach einem der Himmelskörper benannt ist: Dargen nach Dhargass, Duner nach Dundar, Soren nach Sor und Branen nach Branjur. Am 18. Tag dieser Monate wendet sich das Jahr. Am 18. Soren ist der längste Tag, am 18. Dargen die längste Nacht. Am 18. Duner und am 18. Branen sind Tag und Nacht gleich lang. +
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-Auch der blaue Mond Branjur folgt dem Kalender. Er braucht für seinen Lauf genau einen Monat. Am 1. Tag ist er nicht zu sehen, am 9. steht er halb, am 18. voll und am 27. wieder halb am Himmel. Die Kirche lehrt, dass Sor ihm seinen Lauf vorgegeben hat, damit er seiner Ordnung folgt. +
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-Der rote Mond Dundar dagegen hält sich an keine Ordnung. Er braucht 160 Tage für seinen Lauf und steht nur drei oder vier Mal im Jahr voll am Himmel, jedes Jahr an anderen Tagen. Die Bauern können nicht vorhersagen, wann er kommt. Die Priester schon.+
  
-==== Warum das Jahr mit Dhargass beginnt ====+Die übrigen zwölf Monate tragen die Namen von Heiligen der Kirche. Der Volksmund hat sie mit der Zeit verkürzt, so wie aus Dhargass der Dargen wurde. Mehr dazu unter [[#die_heiligen_der_monate|Die Heiligen der Monate]].
  
-Dass das Jahr ausgerechnet mit dem Monat des Dhargass beginnt, wundert manchen. Die Priester erklären es so: Am 1. Dargen fiel Bazz. Am selben Tag nahm Sor den Völkern die Erinnerung, und danach kam die Finsternis über die Welt. Das Jahr beginnt also so, wie die neue Zeit begann. Im Dunkeln.+**Der blaue Mond Branjur.** Auch der blaue Mond Branjur folgt dem Kalender. Er braucht für seinen Lauf genau einen Monat. Am 1. Tag ist er nicht zu sehen, am 9. steht er halb, am 18. voll und am 27. wieder halb am Himmel. Die Kirche lehrt, dass Sor ihm seinen Lauf vorgegeben hat, damit er seiner Ordnung folgt.
  
-Und wie jeder Tag mit den Stunden des Dhargass beginnt und mit denen des Sor endet, so führt auch das Jahr aus der Finsternis ins Licht. Wer das Jahr mit Sor beginnen ließe, würde es in die Finsternis hinabführen. Das wäre Lästerung.+**Der rote Mond Dundar.**Der rote Mond Dundar dagegen hält sich an keine Ordnung. Er braucht 160 Tage für seinen Lauf und steht nur drei oder vier Mal im Jahr voll am Himmel, jedes Jahr an anderen Tagen. Die Bauern können nicht vorhersagen, wann er kommt. Die Priester schon.
  
-Den Monat nach Dhargass zu benennen, heißt nicht, ihn zu ehren. Man nennt den Feind beim Namen, um ihn zu stellen. Deshalb beginnt jedes Jahr mit den Tagen der Reinigung.+**Der schwarze Mond Dhargass.**Das Jahr beginnt mit dem Monat Dhargass, weil am 1. Dargen die Stadt Bazz fiel. Am selben Tag nahm Sor den Völkern die Erinnerung, und danach kam die Finsternis über die Welt. Das Jahr beginnt also so, wie die neue Zeit begann, in Finsternis. Und wie jeder Tag mit den Stunden des Dhargass beginnt und mit denen des Sor endet, so führt auch das Jahr aus der Finsternis ins Licht. Alles andere wäre Lästerung. Den Monat nach Dhargass zu benennen, heißt nicht, ihn zu ehren. Man nennt den Feind beim Namen, um ihn zu stellen. Deshalb beginnt jedes Jahr mit den Tagen der Reinigung.
  
 ==== Die alten Monatsnamen ==== ==== Die alten Monatsnamen ====
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 Anders ist es mit den **Mondnamen**. Sie enden alle auf -mond und berufen sich damit auf die Monde, nicht auf Sor. Für die Soristen ist das Götzendienst. Und wer den Mond des Dhargass anruft, dient dem Bösen. Die Verwendung der Mondnamen gilt deshalb als Ketzerei und wird vielerorts mit Auspeitschen bestraft. Trotzdem halten sie sich hartnäckig, vor allem in abgelegenen Gegenden. Man flüstert sie eher, als dass man sie ausspricht. Und so verrät oft schon ein einziges Wort, wie jemand zur Kirche steht. Anders ist es mit den **Mondnamen**. Sie enden alle auf -mond und berufen sich damit auf die Monde, nicht auf Sor. Für die Soristen ist das Götzendienst. Und wer den Mond des Dhargass anruft, dient dem Bösen. Die Verwendung der Mondnamen gilt deshalb als Ketzerei und wird vielerorts mit Auspeitschen bestraft. Trotzdem halten sie sich hartnäckig, vor allem in abgelegenen Gegenden. Man flüstert sie eher, als dass man sie ausspricht. Und so verrät oft schon ein einziges Wort, wie jemand zur Kirche steht.
  
-Auf dem Land werden auch einige der offiziellen Namen anders ausgesprochen. Das ist keine Ketzerei, nur bäurisch. Diese Formen stehen in Klammern.+Auf dem Land werden auch einige der offiziellen Namen anders ausgesprochen. Oft liegt die bäurische Form sogar näher am Namen des Heiligen. Das ist keine Ketzerei, nur bäurisch. Diese Formen stehen in Klammern.
  
-^ No. ^ Monat ^ Ländlicher Name ^ Mondname (verboten) ^ Feiertage ^ +^ No. ^ Monat ^ Benannt nach ^ Ländlicher Name ^ Mondname (verboten) ^ Feiertage ^ 
-| 1.  | Dargen | Aschung | Bußmond | Gnadentag (1.), Tage der Reinigung (1. bis 9.), Zähltag (9.), Mittwinter (18.) | +| 1.  | Dargen | Dhargass | Aschung | Bußmond | [[#gnadentag|Gnadentag]] (1.), [[#die_tage_der_reinigung|Tage der Reinigung]] (1. bis 9.), [[#zaehltag|Zähltag]] (9.), [[#mittwinter|Mittwinter]] (18.) | 
-| 2.  | Decer | Hartung | Eismond | | +| 2.  | Decer | Decaran der Brenner | Hartung | Eismond | | 
-| 3.  | Janer (Janner) | Drisching | Wachmond | | +| 3.  | Janer (Janner) | Janne vom Herd | Drisching | Wachmond | | 
-| 4.  | Feber | Hornung | Thaumond | | +| 4.  | Feber | Febra | Hornung | Thaumond | | 
-| 5.  | Duner (Dunen) | Lenzing | Knospmond | Frühlingsfest (18.) | +| 5.  | Duner (Dunen) | Dundar | Lenzing | Knospmond | [[#fruehlingsfest|Frühlingsfest]] (18.) | 
-| 6.  | Mart (Marten) | Furchung | Pflugmond | | +| 6.  | Mart (Marten) | Marto der Pflüger | Furchung | Pflugmond | | 
-| 7.  | Avril | Saating | Saatmond | Saatsegen (9.) | +| 7.  | Avril | Avrila die Säerin | Saating | Saatmond | [[#saatsegen|Saatsegen]] (9.) | 
-| 8.  | Maien | Setzling | Weidemond | | +| 8.  | Maien | Maiena die Hirtin | Setzling | Weidemond | | 
-| 9.  | Soren | Brachet | Glutmond | Sorfest (18.) | +| 9.  | Soren | Sor | Brachet | Glutmond | [[#sorfest|Sorfest]] (18.) | 
-| 10. | Juner (Junen) | Heuert | Heumond | | +| 10. | Juner (Junen) | Junar der Zeuge | Heuert | Heumond | | 
-| 11. | Julen | Ernting | Erntemond | Erntefest (36.) | +| 11. | Julen | Julana die Schnitterin | Ernting | Erntemond | [[#erntefest|Erntefest]] (36.) | 
-| 12. | Auger | Grummet | Obstmond | Zehnttag (6.) | +| 12. | Auger | Augar der Zehntherr | Grummet | Obstmond | [[#zehnttag|Zehnttag]] (6.) | 
-| 13. | Branen (Braner) | Scheiding | Regenmond | | +| 13. | Branen (Braner) | Branjur | Scheiding | Regenmond | | 
-| 14. | Seper | Gilbhart | Mostmond | | +| 14. | Seper | Seperan der Wanderprediger | Gilbhart | Mostmond | | 
-| 15. | Ocer | Winterung | Laubmond | | +| 15. | Ocer | Ocar der Wächter | Winterung | Laubmond | | 
-| 16. | Nover | Schlachting | Nebelmond | Gräbersegen (27.), Jüttfeuerfest (36.) |+| 16. | Nover | Noverin die Totengräberin | Schlachting | Nebelmond | [[#graebersegen|Gräbersegen]] (27.), [[#juettfeuerfest|Jüttfeuerfest]] (36.) | 
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 +===== Die Heiligen der Monate ===== 
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 +Zwölf Monate sind nach Heiligen der Kirche benannt. Die meisten von ihnen lebten in den Staubjahren nach dem Fall, als Hunger, Seuchen und Finsternis über die Welt kamen. Ihre Taten sind noch nicht lange her. Mancher Alte behauptet, den einen oder anderen noch gekannt zu haben. 
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 +Jeder Heilige wird am 9. Tag seines Monats gefeiert, dem ersten Sorstag. Man besucht die Messe, und wer dem Heiligen etwas schuldet, bringt ihm eine Gabe. 
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 +^ Monat ^ Heilige:r ^ Schutzpatron für ^ Legende ^ 
 +| Decer | Decaran der Brenner | Reinigung, Eiferer | Er führte in den Jahren der Reinigung die ersten Bücherfeuer an. Sein Monat folgt auf die Tage der Reinigung. | 
 +| Janer | die heilige Janne vom Herd | Herdfeuer, Frierende | Im härtesten Winter verheizte sie die Balken ihres eigenen Hauses, damit das Dorf nicht erfror. | 
 +| Feber | die heilige Febra | Kranke, Siechenhäuser | Sie pflegte zur Schneeschmelze die Fieberkranken, bis sie selbst daran starb. Daher sagt man auf dem Land auch Fiebermonat. | 
 +| Mart | Marto der Pflüger | Feldarbeit, Tagelöhner, Zugvieh | Als die Ochsen verhungert waren, spannte er sich selbst vor den Pflug. | 
 +| Avril | die heilige Avrila, die Säerin | Saat, Hoffnung | Sie verhungerte im Winter, statt das Saatgut des Dorfes anzurühren. Im Frühjahr säte man ihr Korn. | 
 +| Maien | die heilige Maiena, die Hirtin | Hirten, Herden | Sie bewachte ihre Herde nachts nur mit einer Fackel. Keine Kreatur wagte sich in Sors Licht. | 
 +| Juner | Junar der Zeuge | Chronisten, Schreiber | Er gehörte zu den Sonnensuchern, die Sor beim Fall vom Vergessen verschonte, und schrieb die Lehre nieder. | 
 +| Julen | die heilige Julana, die Schnitterin | Ernte, Schnitter | Sie brachte allein die Ernte eines ausgestorbenen Dorfes ein und verteilte das Korn an die Hungernden. | 
 +| Auger | Augar der Zehntherr | Zehnt, Steuern, Kirchenschreiber | Er zählte den Zehnt gerecht und nahm nie Bestechung an. | 
 +| Seper | Seperan der Wanderprediger | Reisende, Prediger, Boten | Er trug die Lehre in die entlegensten Dörfer, bis ihn der erste Schnee auf dem Weg begrub. | 
 +| Ocer | Ocar der Wächter | Wachen, Wehrkaten | Er hielt eine Wehrkate allein eine ganze Nacht gegen Dämonen. Als Sors Licht kam, starb er. | 
 +| Nover | die heilige Noverin, die Totengräberin | Tote, Gräber | Sie begrub in den Staubjahren die Toten, die sonst keiner anfassen wollte. |
  
 ===== Die Wochentage ===== ===== Die Wochentage =====
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 ==== Saatsegen ==== ==== Saatsegen ====
  
-9. Avril. Bevor gesät wird, bringen die Bauern einen Teil ihres Saatguts in die Kirche, wo der Priester es segnet. Für den Segen ist eine Gabe fällig. Wer nicht zahlen kann, sät ungesegnet und muss hoffen.+9. Avril. Bevor gesät wird, bringen die Bauern einen Teil ihres Saatguts in die Kirche, wo der Priester es segnet. Für den Segen ist eine Gabe fällig. Wer nicht zahlen kann, sät ungesegnet und muss hoffen. Der Saatsegen ist zugleich der Tag der heiligen Avrila.
  
 ==== Sorfest ==== ==== Sorfest ====
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 ==== Gräbersegen ==== ==== Gräbersegen ====
  
-27. Nover. Eine Woche vor dem Jüttfeuer gehen die Familien zu den Gräbern ihrer Toten. Die Priester segnen die Gräber und streuen Salz auf die Erde, damit die Toten bleiben, wo sie sind.+27. Nover. Eine Woche vor dem Jüttfeuer gehen die Familien zu den Gräbern ihrer Toten. Die Priester segnen die Gräber und streuen Salz auf die Erde, damit die Toten bleiben, wo sie sind. Der Brauch geht auf die heilige Noverin zurück.
  
 ==== Jüttfeuerfest ==== ==== Jüttfeuerfest ====
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 ==== Rotnacht & Blaunacht ==== ==== Rotnacht & Blaunacht ====
  
-Steht Dundar voll am Himmel, ist Rotnacht. Der rote Mond weckt die Leidenschaft, und in diesen Nächten verlieren die Menschen das Maß. Es wird getrunken, getanzt und geliebt, ohne Rücksicht auf Stand und Ehe. Nicht wenige Kinder werden neun Monate später geboren, und nicht wenige Streitigkeiten enden mit einem Toten. Man sagt: „Unter rotem Mond ist keiner, wer er ist.“+Steht Dundar voll am Himmel, ist Rotnacht. Der rote Mond weckt die Leidenschaft, und in diesen Nächten verlieren die Menschen das Maß. Es wird getrunken, getanzt und geliebt, ohne Rücksicht auf Stand und Ehe. Viele Kinder werden in diesen Nächten gezeugt, man nennt sie Rotnachtkinder. Und nicht wenige Streitigkeiten enden mit einem Toten. Man sagt: „Unter rotem Mond ist keiner, wer er ist.“
  
 Die Kirche kündigt die Rotnächte von der Kanzel an und verhängt Ausgangssperren. Die Wirtshäuser bleiben geschlossen, die Wachen werden verstärkt. Wer in der Rotnacht auf der Straße erwischt wird, landet am Pranger. Woher die Priester die Tage kennen, wissen nur sie. Die Kirche kündigt die Rotnächte von der Kanzel an und verhängt Ausgangssperren. Die Wirtshäuser bleiben geschlossen, die Wachen werden verstärkt. Wer in der Rotnacht auf der Straße erwischt wird, landet am Pranger. Woher die Priester die Tage kennen, wissen nur sie.
  
 Die Blaunacht unter dem vollen Branjur kommt jeden Monat in der Nacht des 18. Sie ist still. Man trifft sich heimlich, erzählt Geschichten und versucht, die Zukunft zu deuten. Auch diese Zusammenkünfte sind verboten. Die Blaunacht unter dem vollen Branjur kommt jeden Monat in der Nacht des 18. Sie ist still. Man trifft sich heimlich, erzählt Geschichten und versucht, die Zukunft zu deuten. Auch diese Zusammenkünfte sind verboten.
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  • Zuletzt geändert: 04.10.2026 22:35
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