spielwelt:finsternis

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 ====== Staub & Finsternis ====== ====== Staub & Finsternis ======
  
-> Sie waren von Weg abgekommen und verschollenErst nach drei Tagen gelang es einer Gruppe von Freiwilligen, unter der Führung des ehrenwerten Beamten Linnher Reubenschild, Spuren am Rande des Süllmoores auszumachen. Von den vier vermissten Karren fand man einen rasch mit gebrochener Achse. Die anderen drei steckten halb versunken im Moor. Großteilig zersplittert und blutbespritzt ragten sie wie tote Gerippe aus dem Nebel. Unzählige Kadaver fand man, ebenso zerfetzt wie die Karren. Reubenschild wollte fast aufgeben und umkehren, als einer der suchenden Schäfer ein leises Wimmern tief im Nebel vernahm. Heldengleich und mit einem Seil gesichert stampfte er den Geräuschen folgend immer tiefer in die Finsternis. Seine gellenden Schreie erfüllten das Moor, als man ihn verzweifelt am Seil zurückzog. Er war kaum noch bei klarem Verstand und umklammerte den blau gefrorenen Körper einer jungen FrauScheinbar hatte er die letzte Überlebende des Wagenzuges gefunden. Sie wurde nach Arkanar gebracht und versorgtgenau wie der Schäfer. Reubenschild sprach von einem Wunder und vom Willen Sorsdass die junge Frau unverletzt war und schwanger noch dazu. Zu ihrem Glück konnte sie sich nicht mehr an die Geschehnisse erinnernDer Schäfer wurde als Held gefeiert und von allen bejubelt. Der Jubel nahm ab, als der Bauch der Schwangeren in den nächsten Wochen unnatürlich schnell fülliger wurde. Vom Jubel keine Spur mehr, als die Mutter unter extremen Schmerzen eine deformierte Missgeburt gebar.+Das Leben auf Ghen wird vom Staub und der Finsternis bestimmtTagtäglich verdunkelt der Staub die Sonne und macht das Dasein zu einer beschwerlichen LastDoch wenn die Sonne untergeht und der schwarze Mond Dhârgass aufsteigtverdichtet sich der Staub zur Finsternis, die die Welt überziehtMit ihr kommt Nacht für Nacht das Böse.
  
-++++AmtsberichtDer Vorfall am Süllmoor| +{{ :spielwelt:u1159644165_dark_low_fantasy_drawing_monochrome_charcoal_and_4bcd8e79-fd79-4e6f-bab1-411f02861561_1.png?direct&400 |}}
-===== AmtsberichtDer Vorfall am Süllmoor ===== +
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-//Abschrift aus dem Amtsregister zu Arkanar. Die Akte wurde nach dem zweiten Nachtrag geschlossen und dem Archiv der Sorkirche übergeben. Die Abschrift ist unvollständig; mindestens ein Blatt fehlt.// +
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-<WRAP box> +
-**AMTSREGISTER ARKANAR — VORGANG 217/33** +
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-**Betreff:** Vermisstenfall Handelszug Osswin; Bergung; Verlustfeststellung\\ +
-Aufgenommen am zwölften Tag des Mart, im Jahre 33 nach Bazz durch Linnher Reubenschild, Inspektor der Wegeaufsicht Arkanars. +
-**Vorzulegen:** dem Rat zu Arkanar sowie der Priorin der Sorkiche Arkanars +
-</WRAP> +
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-=== I. Vorgang === +
-Am fünften Tag des Mart wurde der Handelszug des Kaufmanns Delbert Osswin, bestehend aus vier Fuhrwerken nebst Zugtieren und einer Begleitmannschaft von elf Personen, in Arkanar erwartet und traf nicht ein. Nach Aussage des Wirtes zu Nieder-Süll hatte der Wagenzug die dortige Herberge am dritten Tag vor der Abendglocke verlassen, mit dem erklärten Ziel, die Wegkreuzung noch vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Nach eigener Aussage hat der Wirt dringlich von der Weiterfahrt abgeraten. Es wird vermerkt, dass der Kaufmann Osswin sich über diesen Rat hinweggesetzt hat. Der Zug ist vom Weg abgekommen. Wie es dazu kam, ließ sich nicht ermitteln. +
- +
-=== II. Suche und Auffindung === +
- +
-Der Berichterstatter hat am achten Tag eine aus neunzehn Personen bestehende Freiwilligenmannschaft zusammengestellt, darunter sieben Schäfer der umliegenden Weiden, welche die Wege am Rande des Süllmoores kennen und einen ebenfalls ortkundigen Jäger. Am dritten Tag der Suche wurden Spuren am Rand des Moores ausgemacht. Das erste Fuhrwerk wurde nach kurzer Suche mit gebrochener Achse gefunden. Es stand ordentlich am Wegrand, wies weder Kampf- noch Blutspuren auf. +
-Die weiteren Fuhrwerke wurden eine Passage weiter halb im Moor versunken gefunden. Alle drei in erheblichem Maße beschädigt. Zahlreiche Splitterungen am Holz, sowie ausgedehnte Blutspuren wurden festgestellt. Ebenso fanden sich Veränderungen am umliegenden Bewuchs, die der Berichterstatter nicht erklären kann und daher nicht weiter beschreibt. Es wurden zahlreiche Kadaver der Zugtiere aufgefunden, sämtlich in gleicher Weise zerteilt wie die Fuhrwerke. Wie viele ursprünglich acht Auer es waren, vermochte selbst der begleitende Jäger nicht eindeutig zu klären. +
- +
-Keine der elf Personen der Begleitmannschaft wurde aufgefunden, weder lebend noch verstorben. Aufgrund des zunehmenden Nebels und der fortgeschritten Tagesstunde, wurde vom Berichterstatter erwogen, die Suche abzubrechen, was bei der Suchmannschaft auf Zustimmung stieß.  +
- +
-=== III. Bergung === +
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-Unmittelbar vor Abbruch der Suche vernahm der Schäfer Wetzel Kargs aus Nieder-Süll ein Wimmern aus dem Moor, in Richtung der dichteren Finsternis. Das Geräusch wurde durch weitere Anwesende bestätigt. Kargs erklärte sich bereit, an einem Seil gesichert, in die Finsternis einzutreten, um dem Geräusch nachzugehen. Der Berichterstatter hält fest, dass dies auf Kargs eigenen Entschluss erfolgte. Über die Dauer der folgenden Ereignisse liegen Abweichende Angaben vor. Der Berichterstatter schätzt sie auf weniger als eine Viertelstunde, wohingegen drei der Anwesendes unabhängig voneinander angaben, es sei erheblich länger gewesen. +
-Während bereits seit einiger Zeit Schreie von Kargs zu  hören war, ruckte das Seil. Man zog Kargs zurück, der während des gesamten Vorgangs nicht aufhörte zu schreien. Bei seinem Austritt war er nicht ansprechbar und erst eine Ohrfeige beendete das Schreien. Er hielt eine junge Frau umklammert, unterkühlt und unbekleidet. Sie lebte. +
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-=== IV. Verbleib der Betroffenen === +
- +
-Kargs und die Junge Frau wurden nach Arkanar in das Hospital der Reriten übergeben, wo Kargs binnen zweier Tage die Sprache wiedererlangt. Er konnte keine verwertbare Aussage zu dem machen, was er in der Finsternis erlebt hat. Der Berichterstatter hat auf weitere Befragung verzichtet. Die geborgene junge Frau wurde als Alwine Tessers ter Osswin identifiziert, siebzehn Jahre und Küchenmagd im Dienste des Kaufmanns Osswin. Sie ist die einzige Überlebende des Zuges. +
- +
-Es wird ausdrücklich vermerkt, dass die Genannte keinerlei Verletzungen aufwies. Mehrfache Untersuchungen haben dies bestätigt. Sie erinnert sich nicht an die Geschehnisse. Ihre Erinnerungen setzen erst im Hospital wieder ein. Ferner wurde bei der Untersuchung festgestellt, dass die Genannte schwanger ist. +
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-=== V. Beurteilung des Berichterstatters === +
- +
-Der Berichterstatter sieht sich außerstande, den Hergang zu erklären, und enthält sich einer Vermutung. +
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-Dass ein Mensch drei Tage in der Finsternis zubringt und unverletzt daraus hervorgeht, ist nach aller Erfahrung nicht möglich. Der Berichterstatter erblickt darin das Wirken Sors und empfiehlt, es als solches als Wunder in die Register einzutragen. +
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-Der Schäfer Wetzel Kargs hat sich verdient gemacht. Es wird beantragt, ihm die Aufwandsentschädigung der Wegeaufsicht auszuzahlen und ihn dem Rat zu Arkanar zur Auszeichnung vorzuschlagen. +
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-Die elf Vermissten sind für tot zu erklären. +
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-//gez. Linnher Reubenschild, Inspektor der Wegeaufsicht// +
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-=== Nachtrag I === +
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-//aufgenommen am neunten Tag Avril// +
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-Zu Vorgang 217/33 ist folgendes nachzutragen: Die Schwangerschaft der Alwine Tessers ter Osswin schreitet in einem Maße voran, das die Reriten als nicht regelgerecht bezeichnen. Nach ihrer Schätzung liegt der äußere Befund um etwa das Dreifache vor dem, was der verstrichenen Zeit entspräche. Dies zusammen mit der Tatsche, dass die Genannte kaum schläft und die Nahrung verweigert, gibt Anlass zu Erörterungen in der Gemeinde. Sie klagt weiterhin über starke Schmerzen und äußert, sie höre etwas. Auf Nachfrage konnte sie nicht angeben, was. Der Prior der Gemeinde hat von der Sache Kenntnis genommen und ist zweimal im Hospital vorstellig geworden. Der Berichterstatter war bei diesen Besuchen nicht zugegen. +
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-Die für den Schäfer Kargs beantragte Auszeichnung ist bis auf weiteres zurückgestellt worden. Ein Grund wurde dem Berichterstatter nicht mitgeteilt. +
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-//gez. L. Reubenschild// +
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-=== Nachtrag II === +
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-//aufgenommen am zweiten Tag des Maien// +
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-Die Niederkunft erfolgte in der Nacht. Sie dauerte von der Abendglocke bis in die Frühstunden. Ein Arzt und zwei Hebammen waren zugegen, ferner der Prior der Gemeinde. Die Mutter hat überlebt. Das Kind war nicht regelgerecht gebildet. Der Berichterstatter hat das Kind nicht in Augenschein genommen und wird dies nicht nachholen. Die anwesende Hebamme Grete Wollmars hat den Dienst noch in derselben Nacht niedergelegt und Arkanar verlassen. +
- +
-Der Prior hat die weitere Behandlung des Vorgangs an sich gezogen. Er hat angeordnet, dass hierzu keine Eintragung in das Amtsregister erfolgt. Der Berichterstatter kommt dieser Anordnung nach und vermerkt lediglich, dass sie ergangen ist. Über den Verbleib des Kindes ist dem Berichterstatter nichts bekannt. +
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-//gez. L. Reubenschild// +
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-**Randvermerk, fremde Hand, andere Tinte:** +
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-//Vorgang geprüft. Der Eintrag über das Wirken Sors bleibt bestehen; die Errettung der Tessers ist als Gnadenzeichen zu führen. Die Nachträge I und II sind für die Registerabschrift nicht zu berücksichtigen.// +
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-//Der Schäfer Karg ist zur Vorsprache geladen. Er ist nicht erschienen und in Nieder-Süll nicht mehr angetroffen worden.// +
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-//Akte geschlossen.// +
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-— //Wahrer Cordt Ammerling, im sechsten Monde des Jahres 34 n. B.// +
-</WRAP> +
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 +===== Der Staub =====
  
 > "Er ist überall. Er ist in deinen Lungen, wenn du einatmest. Auf deiner Haut, wenn du die Hand ausstreckst. Und in deinen Augen, wenn Sor untergeht und Dhârgass die Welt schwarz werden lässt. Die Priester sagen, er ist Sors Prüfung. Die alten Weiber sagen, er ist ein Fluch. Vielleicht haben beide Recht." (Fragment eines verbotenen Manuskripts, Verfasser unbekannt) > "Er ist überall. Er ist in deinen Lungen, wenn du einatmest. Auf deiner Haut, wenn du die Hand ausstreckst. Und in deinen Augen, wenn Sor untergeht und Dhârgass die Welt schwarz werden lässt. Die Priester sagen, er ist Sors Prüfung. Die alten Weiber sagen, er ist ein Fluch. Vielleicht haben beide Recht." (Fragment eines verbotenen Manuskripts, Verfasser unbekannt)
  
-Jeder kennt den Staub. Er ist ein fester Bestandteil der Welt, so selbstverständlich wie grauer Himmel und nasse Straßen nach dem Regen. Er ist immer da. Er liegt morgens auf den Fensterbretternsetzt sich auf Stoffe, tränkt die Luft mit einem schwachen, metallischen Nachgeschmack +Der Staub ist allgegenwärtig, jeder kennt ihn. Er ist ein fester Bestandteil der Welt und immer da, so selbstverständlich wie grauer Himmel und nasse Straßen nach dem Regen. Er gehört zum Wetter, und ist somit kein besonderes Ereignisüber das man spricht. Tagsüber erscheint der Staub als kaum sichtbare Schwebungein leichter Schleier, der das Sonnenlicht bricht und den Himmel in ein schmutzig-gelbgraues Zwielicht taucht. Die Sonne selbst ist nur ein verwaschenerblasser Fleck dahinter, ewig gedämpft. Oft liegt er morgens auf den Fensterbretternsetzt sich auf Stoffetränkt die Luft an manchen Tagen mit einem schwachenmetallischen NachgeschmackJe nach Wind und vorherigem Regen liegt er mal dichtermal dünner in der LuftMancherorts hängt der Staub tiefer und verhüllt wie ein ewiger Nebel ganze Landstrichemanchmal so dichtdass er sogar Geräusche zu verschlucken scheint
-Tagsüber erscheint er als kaum sichtbare Schwebung – ein leichter Schleier, der das Sonnenlicht bricht und den Himmel in ein schmutziges, gelblich-graues Zwielicht taucht. Die Sonne selbst ist nur eine blass leuchtende Scheibewie eine Wunde hinter einem Verband, ewig gedämpft. Mancherorts hängt er tiefer. Wie ein ewiger Nebel verhüllt er ganze Landstriche. Manchmal so dicht, dass er nicht nur Geräusche zu verschlucken mag.  +
-Mit dem Untergang der Sonne ändert sich alles. Wenn Dhargass, der dunkle Mond, über den Horizont steigtverdichtet sich der Staub. Er wird schwerer, dunkler, beinahe greifbar. Was tagsüber ein Schleier war, wird nachts zu einer Präsenz. Der Himmel färbt sich nicht dunkel – er wird schwarz, wie Tinte über einem feuchten Blatt. Und mit diesem Schwarz kommt das Schweigen, die Finsternis. +
-Was der Schwarze Staub nachts tut, ist keine Einbildung. Pflanzen, die vom nächtlichen Staub berührt werden, wachsen weiter – aber falsch. Verdreht. Fleischig, dunkel, gierig. Tiere verfallen schneller: Ein Hund, den der Nachtnebel streift, kann binnen Stunden zur Bestie werden. Menschen brauchen länger – aber das Ergebnis ist dasselbe. +
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-Drei Dinge werden im Sprachgebrauch oft durcheinandergeworfen, und wer sie verwechselt, stirbt früher als nötig: +
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-^ Begriff ^ Was es ist ^ Wann ^ Wo ^ +
-| **Der Staub** | Der Schleier in der Luft. Immer da, überall. | Ständig | Überall | +
-| **Die Nacht** | Der Staub verdichtet sich, sobald Dhargass steigt. | Jede Nacht | Überall | +
-| **Die Finsternis** | Zusammengeballter Staub, undurchdringlich. | Dauerhaft | Nur in bestimmten Landstrichen | +
- +
-Der Staub ist der Alltag. Die Nacht ist die Regel. Die Finsternis ist das Ende. +
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-===== Der Staub ===== +
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-Er liegt auf allem. Auf Fensterbrettern, auf Brotlaiben, auf den Schultern der Mäntel, in den Falten der Haut. Er schmeckt schwach metallisch, wenn man zu tief einatmet. Er ist kein Ereignis, über das man spricht — er ist das Wetter, der Boden, die Luft+
- +
-Niemand, der heute lebt, hat je einen klaren Himmel gesehen. +
- +
-==== Das Licht ==== +
- +
-Der Tag ist ein trübes, gelbgraues Zwielicht. Die Sonne ist als Scheibe nie zu erkennen, nur als hellerer Fleck hinter dem Schleier — an guten Tagen. Mittag und später Nachmittag unterscheiden sich für das Auge kaum. +
- +
-Praktische Folgen: +
- +
-  * **Farben sind teuer.** Kräftig gefärbte Stoffe wirken im Zwielicht fast schwarz. Wer es sich leisten kannträgt helle Farben — sie sind das einzige, was auf der Straße noch erkennbar istGrelles Gelb und Weiß gelten deshalb als vornehmnicht als unpraktisch. +
-  * **Lichtquellen sind Vermögen.** Talg, Öl, Kerzen und Zunder sind in jedem Haushalt der wichtigste Posten nach dem EssenWer eine Laterne stiehlt, wird härter bestraft als wer einen Laib Brot stiehlt. +
-  * **Spiegel und poliertes Metall** hängen in Werkstätten und Küchen an den Wänden, um das wenige Licht zu vervielfachen. Ein guter Spiegel ist ein Erbstück. +
-  * **Fenster sind klein und hoch.** Große Fenster bringen kaum Licht, aber viel Staub. Wohlhabende Häuser haben Lichtschächte statt Fenstern. +
- +
-==== Die Ernte ==== +
- +
-Der Staub nimmt den Pflanzen das Licht, und der Ertrag zeigt es. Was noch verlässlich wächst, ist wenig und eintönig: +
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-  * **Wurzelgemüse** — Rüben, Pastinaken, Knollen aller Art. Das Grundnahrungsmittel der einfachen Leute. +
-  * **Pilze** — in Kellern, Stollen und unter feuchten Tüchern gezogen. Ganze Handelszweige leben davon. +
-  * **Hartes Korn** — zäh, dunkel, mehlarm. Weißes Brot ist ein Luxusgut und ein Statussymbol. +
-  * **Vieh** — mager, anfällig, teuer. Fleisch gibt es an Feiertagen. +
- +
-Obst ist eine Seltenheit. Ein Apfel ist ein Geschenk, über das man spricht. Blumen wachsen kaum noch wild; die welken Sträuße, die Kinder an Straßenecken verkaufen, kosten mehr als eine Mahlzeit. +
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-Missernten sind kein Unglück, sondern ein Rhythmus. Jede Familie kennt Hunger. +
- +
-==== Die Gesundheit ==== +
- +
-Wer atmet, atmet Staub. Das ist die häufigste Todesursache in Ghen, auch wenn kaum jemand es so nennt. +
- +
-  * **Die Staublunge** trifft fast jeden, der ein gewisses Alter erreicht. Sie beginnt als trockener Husten, wird über Jahre schwerer, endet in Atemnot. Bergleute, Gerber, Müller und Fuhrleute bekommen sie früher. +
-  * **Gesichtstücher** trägt man draußen wie anderswo einen Hut — über Mund und Nase gebunden, feucht, wenn möglich. Wer ohne geht, gilt als arm, betrunken oder dumm. +
-  * **Wasser wird gefiltert**, durch Leinen, Sand oder Kohle. Ein offener Brunnen ist ein ungepflegter Brunnen. Brunnendeckel sind Gemeinschaftseigentum und ihre Beschädigung eine ernste Sache. +
-  * **Essen wird abgedeckt.** Ein unbedeckter Topf ist eine Beleidigung des Gastes. +
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-==== Der Haushalt ==== +
- +
-Putzen ist keine Tugendsondern Notwehr. In jedem Haus wird täglich gewischtmeist mehrmals. Trockenes Kehren gilt als Anfängerfehler — es verteilt den Staub nur. Man wischt feucht. +
- +
-Türschwellen haben Tücher. Vor jeder anständigen Haustür liegt eine Matte oder ein nasser Lappen. Wer eintritt, ohne die Füße abzustreifen, hat sich benommen wie im Stall. +
- +
-==== Die Zeit ==== +
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-Ohne sichtbare Sonne kann niemand die Tageszeit am Himmel ablesen. Deshalb wird sie **geläutet**. +
- +
-Jede Siedlung, die etwas auf sich hält, hat eine Glocke. Sie schlägt zu festen Stunden, und der wichtigste Schlag ist der letzte: die **Abendglocke**Sie ist keine Empfehlung. Sie ist die Grenze zwischen drinnen und tot. +
- +
-Wer keine Glocke hört, ist zu weit von jeder Siedlung entfernt — und das ist die gefährlichste Lage, in die ein Reisender geraten kann. +
- +
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 ===== Die Nacht ===== ===== Die Nacht =====
  
-Wenn die Sonne sinkt und **Dhargass** über den Horizont steigt, verändert sich der Staub. Er wird schwerer, dichternäher. Der Himmel wird nicht dämmrigsondern schwarz — wie Tinte auf nassem Papier. Und mit dem Schwarz kommt eine Stille, die lauter ist als jeder Lärm.+Mit dem Untergang der Sonne ändert sich alles. Wenn Dhargass, der dunkle Mond, über den Horizont steigt, verdichtet sich der Staub. Er wird schwerer, dunklerbeinahe greifbar. Der Himmel färbt sich nicht dunkeler wird pechschwarz. Und mit diesem Schwarz kommt die Kälte und das Schweigen, die Finsternis.
  
-Was nachts draußen ist, wird verändert. Pflanzen wachsen verdreht und fleischig weiterTiere werden binnen Stunden zu Bestien. Menschen brauchen länger, aber das Ende ist dasselbe: die **Wandelnden** — Körper, die noch atmen, noch gehen, noch auf Wärme und Geräusch zulaufen, in denen aber niemand mehr zu Hause ist.+Mit dem Klang der Abendglocke sucht deswegen ein jeder seine schützenden vier Wände auf, verriegelte die Tür, schließt die Fenster und betet zu Sor, bevor er zu Bett geht. Nur Geisteskranke, Verurteilte und Verzweifelte sind nachts schutzlos draußen. Denn was nachts draußen ist, wird verändert. Die Finsternis ergreift Besitz von jedem LebewesenSie bedeutet den sichere und qualvollen Tod. Deswegen setzt man in manchen Gegenden man Verbrecher nachts vor die Mauer.
  
-==== Was jeder tut ==== 
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-  * **Vor der Abendglocke ist man drinnen.** Wer den Weg nicht mehr schafft, klopft an eine fremde Tür. Sie wird meistens geöffnet — das ist eines der wenigen ungeschriebenen Gesetze, an das sich fast alle halten. 
-  * **Läden und Türen werden verriegelt**, Ritzen mit Tüchern verstopft. Nicht gegen Einbrecher — gegen den Nachtstaub. 
-  * **Licht bleibt an.** In vielen Häusern brennt die ganze Nacht eine kleine Flamme. Sie vertreibt nichts, aber sie hält den Staub in ihrer Nähe dünner. 
-  * **Man geht nicht ans Fenster.** Kinder lernen das früh und fragen nicht nach dem Grund. Sie kriegen ihn ohnehin nicht erzählt. 
-  * **Der Morgen prüft.** Nach dem ersten Läuten wird nachgesehen: Türen, Vieh, Nachbarn. Wer nicht antwortet, wird nicht ohne Zeugen aufgesucht. 
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-==== Wer draußen ist ==== 
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-Nicht jeder hält sich daran. Draußen unterwegs sind nachts: 
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-  * **Schmuggler und Diebe**, weil keine Wache patrouilliert und keine Zollschranke besetzt ist. 
-  * **Verzweifelte**, die einen Arzt, eine Hebamme oder eine Flucht brauchen. 
-  * **Wahrer der Kirche**, die den Ausgehbann durchsetzen — in Gruppen, mit Fackeln, nie allein. 
-  * **Verurteilte.** In manchen Gegenden setzt man Verbrecher nachts vor die Mauer. Das gilt nicht als Hinrichtung, sondern als Urteil Sors. 
- 
-Wer die Nacht überlebt hat und davon erzählt, wird nicht bewundert, sondern gemieden. Man fragt sich, //warum// er überlebt hat. 
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 ===== Die Finsternis ===== ===== Die Finsternis =====
  
-Die Finsternis ist etwas anderes als die Nacht, und wer sie einmal gesehen hatverwechselt sie nie wieder.+> //Sie waren von Weg abgekommen und verschollen. Erst nach drei Tagen gelang es einer Gruppe von Freiwilligen, unter der Führung des ehrenwerten Beamten Linnher Reubenschild, Spuren am Rande des Süllmoores auszumachen. Von den vier vermissten Karren fand man einen rasch mit gebrochener Achse. Die anderen drei steckten halb versunken im Moor. Großteilig zersplittert und blutbespritzt ragten sie wie tote Gerippe aus dem Nebel. Unzählige Kadaver fand man, ebenso zerfetzt wie die Karren. Reubenschild wollte fast aufgeben und umkehren, als einer der suchenden Schäfer ein leises Wimmern tief im Nebel vernahm. Heldengleich und mit einem Seil gesichert stampfte er den Geräuschen folgend immer tiefer in die Finsternis. Seine gellenden Schreie erfüllten das Moor, als man ihn verzweifelt am Seil zurückzog. Er war kaum noch bei klarem Verstand und umklammerte den blau gefrorenen Körper einer jungen Frau. Scheinbar hatte er die letzte Überlebende des Wagenzuges gefunden. Sie wurde nach Arkanar gebracht und versorgtgenau wie der Schäfer. Reubenschild sprach von einem Wunder und vom Willen Sorsdass die junge Frau unverletzt war und schwanger noch dazu. Zu ihrem Glück konnte sie sich nicht mehr an die Geschehnisse erinnern. Der Schäfer wurde als Held gefeiert und von allen bejubelt. Der Jubel nahm ab, als der Bauch der Schwangeren in den nächsten Wochen unnatürlich schnell fülliger wurde. Vom Jubel keine Spur mehr, als die Mutter unter extremen Schmerzen eine deformierte Missgeburt gebar.// (vgl. [[.:finsternis:suellmoor_bericht|Amtsbericht: Der Vorfall am Süllmoor]])
  
-Sie ist kein Fehlen von Licht, sondern etwas Anwesendes: zusammengeballter Staub, so dicht, dass er über ganzen Landstrichen liegt und sie zur ewigen Nacht macht. Dort geht Dhargass nicht auf — er geht nie unter. 
  
-==== Wie sie sich verhält ====+> "Sie umgibt dich, hüllt dich ein und überzieht alles an dir mit einem eiskalten Schauer, sie kriecht dir unter die Haut und lässt dich wahnsinnig werden." (Pekka, Schafhirte aus Estorien)
  
-Sie sieht aus wie Nebel und benimmt sich nicht so:+Die Finsternis ist mehr als nur Dunkelheit, mehr als das Fehlen von Licht. Sie ist das Böse. Das Böse in seiner reinsten, elementarsten Form. Durch den zusammengeballten Staub, den Dhârgass nutzt um Gehns Leib zu erobern, alles Leben darauf zu vergiften, zu verformen, zu quälen, entsteht die Finsternis. 
  
-  Sie **sinkt nie ganz zu Boden**, als wäre sie leichter als Luft — und bewegt sich manchmal trotzdem gegen den Wind. +**Die Finsternis verändert das Leben.** Der Staub frisst das Licht und verändert das LebenWas die Finsternis länger berührtwird von ihr gezeichnet, nicht immer durch offensichtliche Deformationen und Verwachsungen, sondern oft unsichtbarer und gerade deshalb teuflischerDie Finsternis verändert die Seeleden Charakter. Wer Stunden in ihr verbracht hatkommt vielleicht unversehrt heraus und ist trotzdem nicht mehr derselbe. Das merken zuerst die, die einen kennen. Man spricht anders. Man entscheidet anders. Manchmal legt sich das nach genug Zeit in Sors Licht. Manchmal nicht.
-  Sie **verbrennt** Haut und Blattwerk und **fühlt sich dabei eiskalt an**Beide Beobachtungen stimmen. +
-  * Sie **verschluckt Licht.** Die Fackel brennt weiterman sieht die Flamme — aber ihr Schein kommt nicht durch. +
-  * Sie **dämpft jeden Laut.** Schritte werden zu FlüsternRufe verhallen nach wenigen Schritten. +
-  * Wer lange in ihr steht**verliert die Richtung** so vollständigdass er im Kreis geht, ohne es zu merken.+
  
-==== Was sie mit Lebendem macht ====+**Eigenschaften der Finsternis.** Die Finsternis sieht aus wie Nebel aber benimmt sich nicht so. Sie sinkt nie ganz zu Boden, als wäre sie leichter als Luft. Und trotzdem bewegt sie sich manchmal gegen den Wind. Einige behaupten, sie kann augenblicklich ihre Richtung ändern. Sie fühlt sich eiskalt an, aber verbrennt dennoch deine Haut. Sie dämpft jeden Laut. Schritte werden zu Flüstern und Rufe verhallen nach wenigen Metern. Aber schlimmer noch ist, dass sie das Licht verschluckt. Fackeln brennen weiter, man sieht die Flamme, aber ihr Schein kommt nicht durch. Deswegen brennt nachts in jedem Haus eine Kerze. Wenn ihr Lichtschein schwindet, ist böses nahe. Am gefährlichsten ist aber, dass die Finsternis orientierungslos macht. Ohne Geräusch und Sicht, verliert man schnell die Richtung. Oft so vollständig, dass man im Kreis geht, ohne es zu merken.
  
-Was die Finsternis länger berührt, wird gezeichnet. Verwachsungen und Missbildungen kommen vor — aber die stilleren Veränderungen sind die schlimmeren.+==== Die Finsterlande -- verlorenen Landstriche ====
  
-Die Finsternis weckt die dunklen Seiten eines jeden. Sie erschafft nichts Neues; sie holt hervor, was da war, und macht es zur beherrschenden KraftWer Stunden in ihr verbracht hatkommt vielleicht unversehrt heraus — und ist trotzdem nicht mehr derselbeDas merken zuerst diedie ihn kennenEr spricht anders. Er entscheidet anders.+Auf alten Karten tragen sie noch Namen. Auf neuen sind sie leere Flächen, wenn sie überhaupt eingezeichnet sind. Diese Landstriche sind auch tagsüber von der Finsternis verschluckt. Hier dringt zu keiner Tageszeit auch nur ein Strahl von Sors Licht durch. Sie gelten als verloren, und das ist keine Übertreibung: Es gibt dort nichts zu holen, was den Weg wert wäre, und niemanden zu retten, der noch zu retten wäreWas dort wächst, ist schwarz und hungrig. Was dort lebt, erinnert sich an kein natürliches Verhalten mehr. Jedes Leben tut sich gut darandiese Landstriche zu meidenDenn Menschen die hinein geraten kehren nicht zurück, und wenn doch, nicht als sie selbst
  
-Manchmal legt sich das nach genug Zeit im LichtManchmal nicht.+<nodisp group:spielleitung><i fa fa-lock></i>Die Kirche des Sor erklärt diese Landstriche zur GottesstrafeSie schickt keine Soldaten hinein und baut keine Mauern darum. Sie warnt nur davor, sie nicht zu betreten, mit der ruhigen Gewissheit, dass Leuten, die nicht hören, ohnehin nicht zurückkommen, um zu widersprechen. Insgeheim haben die Soristen aber Angst, dass in den Finsterlanden verbotene Gegenstände und Zeugnisse der Vergangenheit gefunden werden.</nodisp>
  
-==== Die verlorenen Landstriche ==== 
- 
-Auf alten Karten tragen sie noch Namen. Auf neuen sind sie leere Flächen, wenn sie überhaupt eingezeichnet sind. 
- 
-Gebiete unter dauerhafter Finsternis gelten als verloren, und das ist keine Übertreibung: Es gibt dort nichts zu holen, was den Weg wert wäre, und niemanden zu retten, der noch zu retten wäre. Was dort wächst, ist schwarz, fleischig und hungrig. Was dort lebt, erinnert sich an kein natürliches Verhalten mehr. 
- 
-Die Kirche des Sor erklärt diese Landstriche zur Gottesstrafe. Sie schickt keine Soldaten hinein und baut keine Mauern darum. Sie warnt nur — mit der ruhigen Gewissheit von Leuten, die wissen, dass niemand zurückkommt, um ihnen zu widersprechen. 
  
 ==== Die Ränder ==== ==== Die Ränder ====
  
-Wichtiger für den Alltag als die Kerngebiete sind ihre **Ränder**. Finsternis ist nicht scharf begrenzt; sie franst aus, atmet, verschiebt sich über Jahre. +Wichtiger für den Alltag als die Kerngebiete sind ihre **Ränder**. Finsternis ist nicht scharf begrenzt; sie franst aus, atmet, verschiebt sich über Jahre. Dörfer am Rand der Fisnterlande kennen ihre eigenen Regeln. Es werden Steinmale errichtet, die den letzten sicheren Punkt markieren. Wer an einem solchen Rand lebt, weiß bis auf den Schritt genau, wo er umkehrt. Und jedes Jahr steht das Steinmal ein Stück weiter in Richtung Dorf.
- +
-Dörfer am Rand kennen ihre eigenen RegelnSteinmale, die den letzten sicheren Punkt markieren. Kinder, die man nie in eine bestimmte Richtung schickt. Weiden, die man vor zwanzig Jahren noch nutzen konnte. Wer an einem solchen Rand lebt, weiß bis auf den Schritt genau, wo er umkehrt. +
- +
-Und jedes Jahr steht das Steinmal ein Stück weiter im Dorf. +
- +
----- +
- +
-===== Was man sich erzählt =====+
  
-Keine dieser Erklärungen ist bewiesen. Alle haben Anhänger.+=== Gerüchte ===
  
-  * **Die Lehre der Kirche:** Der Staub ist die Strafe für den Frevel der Elfen, die sich gegen Sor erhoben. Die Finsternis ist Dhargass' Maul, das sich öffnet. Wer rein lebt, wird das Licht wiedersehen+  * Der Staub ist die Strafe für den Frevel der Elfen, die sich gegen Sor erhoben.  
-  * **Was die Alten murmeln:** Es gab eine Zeit vorher. Manche behaupten, ihre Großeltern hätten die Sonne noch gesehen. Solche Sätze spricht man nicht laut aus. +  * Die Finsternis ist Dhargass' Maul, das sich öffnet. Er versucht die Welt zu verschlingen
-  * **Was Fuhrleute sagen:** Der Staub liegt nicht überall gleich. Es gibt Gegendenin denen die Luft klarer ist und die Ernte besser — und keiner weiß, warumMan nennt es Glück und zieht dorthin, wenn man kann+  * Es gab eine Zeit vorher. Manche behaupten, ihre Großeltern hätten die Sonne noch gesehen. Solche Sätze spricht man nicht laut aus. 
-  * **Was Bergleute sagen:** Tief unter Tage ist kein Staub. Wer lange genug unten bleibt, hustet weniger. Manche gehen deshalb nicht mehr hoch.+  * Der Staub liegt nicht überall gleich. Es gibt Stellen, die meidet er vollständigHier berühren Sors Strahlen noch Ghens Oberfläche
 +  * Tief unter Tage ist kein Staub. 
  
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-//Siehe auch:// [[spielwelt:widrigkeiten_widersacher:start|Widrigkeiten & Widersacher]] · [[spielwelt:bibliothek:zeitachse|Zeitachse]] 
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  • Zuletzt geändert: 31.08.2026 17:26
  • von Voigt