Ein Gerücht aus Tir'aslaan: Ein Zwerg habe die Stadt von der Seuche erlöst, indem er in der Kanalisation ein Untier tötete – einen Ghul, sagen die einen, Schlimmeres, sagen die anderen. Thorgam Eisenfeuer soll er geheißen haben.
Es heißt, er sei auf der Suche nach der vergessenen Stadt. Ob er sie je gefunden hat, weiß niemand zu sagen.
In den Weghäusern an der Straße erzählt man, Thorgam habe einen Sumpftroll im Ringen über die Schulter geworfen. Wer es nicht glauben will, dem holt der Wirt eine Pfeife hervor, so groß wie ein Unterarm, und behauptet, sie stamme aus dem Gürtel des Trolls.
Im Turm am Kohlepfad steht eine Ballista, die seit Menschengedenken verrottet. In einer Nacht im Frostmond hat sie wieder geschossen. Es heißt, Thorgam habe sie in wenigen Stunden hergerichtet und die Bolzen mit Vogelfedern befiedert, weil im ganzen Turm nichts Besseres zu finden war.
Die Schneckensammler streiten bis heute über die Sache mit der Sorschnecke. Einig sind sie sich nur darin, dass Thorgam eine umgekippt und ihr im Vorbeigehen den Schleim abgeschabt hat. Ob er sie hinterher wirklich wieder aufgestellt hat, glaubt jeder Zweite nicht.
Jumor der Oger hat noch nie eine Kraftprobe verloren, und daran hat sich nichts geändert. Trotzdem erzählt er seit jenem Winter jedem, der es hören will, von dem Zwerg Thorgam Eisenfeuer, der ihn beinahe bezwungen hätte. Am meisten scheint ihn zu beeindrucken, dass Thorgam hinterher nicht maulte, sondern ihn unter den Tisch trank.
Es soll einen Wolf geben, dessen Wunden sich schließen, kaum dass sie geschlagen sind. Thorgam habe ihm zweimal den Kopf abschlagen müssen, und beim zweiten Mal sei aus dem Hals kein Blut gekommen, sondern Finsternis, die aufstieg wie Rauch aus einem Schlot.