Erst die Soristen erleuchteten die Nistril und erklärten ihn, warum Sor sich von Ghen abgewandt hatte. Sie alle waren Sünder und hatten ihre Tugendhaftigkeit vergessen. Im Codex des Sor wurden die Sünden und Tugenden das allererste mal festgehalten.
Du hältst dich selbst für etwas Besseres als die meisten anderen. Anweisungen oder Kritik von vermeintlich Unterlegenen nimmst du nur widerwillig an, und du lässt dein Gegenüber gerne spüren, dass du seine Meinung für weniger wichtig hältst als deine eigene. Gespräche unterbrichst du, ohne wirklich zuzuhören – warum solltest du dich auch für die Sicht anderer interessieren.
Du gibst nur äußerst ungern etwas her, das dir gehört – Geld, Zeit oder Besitz. Wo sich die Gelegenheit bietet, mehr an dich zu bringen, als dir eigentlich zusteht, kannst du selten widerstehen.
Sinnliche Genüsse und körperliche Begierden üben eine starke Anziehungskraft auf dich aus. Verlockungen dieser Art zu widerstehen, fällt dir schwer, selbst wenn es unklug ist.
Der Erfolg, Besitz oder die Anerkennung anderer lässt dich nur schwer in Ruhe. Du vergleichst dich ständig mit deinem Umfeld und empfindest es als ungerecht, wenn andere mehr haben als du – das gilt ebenso für Zuneigung und Aufmerksamkeit, die eigentlich dir gebühren sollten.
Du neigst zu Maßlosigkeit, wenn es um Essen, Trinken oder andere Genüsse geht. Genug ist dir selten wirklich genug.
Kränkungen und Rückschläge bringen dich schnell zum Kochen. Deine Wut lässt sich nur schwer zügeln, sobald sie einmal entfacht ist. (Für eine besonders ausgeprägte, mechanisch abgebildete Form siehe das Merkmal „jähzornig“.)
Anstrengung jeder Art ist dir zuwider. Du schiebst Aufgaben auf, wo immer es geht, und suchst dir gerne den bequemsten Weg.
Du trittst bescheiden auf und stellst deine eigenen Verdienste nicht in den Vordergrund. Lob nimmst du zurückhaltend an und erkennst die Leistungen anderer bereitwillig an.
Du teilst gerne, was du hast – Besitz, Zeit oder Wissen – und hilfst anderen auch ohne Aussicht auf eine Gegenleistung.
Du übst dich in Zurückhaltung, wenn es um körperliche Begierden geht, und lässt dich nicht leicht von Verlockungen dieser Art ablenken.
Du gönnst anderen ihren Erfolg und ihr Glück von Herzen, statt es ihnen zu neiden. Der Aufstieg eines anderen fühlt sich für dich nicht wie ein eigener Verlust an.
Du übst dich in Zurückhaltung bei Genüssen aller Art – du weißt, wann genug wirklich genug ist.
Rückschläge und Provokationen bringen dich nur schwer aus der Fassung. Du bewahrst auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf.
Du gehst Aufgaben tatkräftig und ausdauernd an, statt sie vor dir herzuschieben. Untätigkeit behagt dir nicht.