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Kalender: Geheimnisse (nur Spielleitung!)
Diese Seite ist nur für die Spielleitung. Alles hier ist ein Vorschlag und muss noch mit den Wahrheiten und der wahren Zeitachse abgeglichen werden.
1. Die Mondnamen stammen aus der vergessenen Zeit
Die Mondnamen sind älter als der Fall von Bazz. Sie haben das Vergessen überdauert, im Mund der Bauern, in Liedern und Abzählreimen. Niemand weiß mehr, was sie bedeuten oder woher sie kommen. Man benutzt sie einfach.
Die ländlichen Namen sind dagegen jung. Sie sind erst nach dem Fall entstanden, als harmloser Ersatz, den die Kirche dulden kann.
Der wahre Grund für die Verfolgung ist also nicht der Götzendienst an den Monden. Die Mondnamen beweisen, dass nicht alles vergessen wurde. Wenn Wörter das Vergessen überdauert haben, dann vielleicht auch mehr. Genau das darf niemand fragen.
Abzugleichen: Wie das Vergessen in den Wahrheiten tatsächlich funktioniert hat und ob Sor dafür verantwortlich ist.
2. Das alte Jahr begann im Frühling
Vor dem Fall rechnete man das Jahr nach den Monden. Es begann mit der Tag- und Nachtgleiche im Frühling, also am 18. Duner. Der Knospmond war der erste Monat des Jahres.
Das Frühlingsfest ist in Wahrheit das alte Neujahrsfest. Die Kirche hat den Jahresbeginn in den Dargen verlegt und an den Fall von Bazz und die Buße geknüpft.
Spuren für die Spieler:innen:
- Die Bräuche des Frühlingsfestes sind typische Neujahrsbräuche: Das Herdfeuer wird neu entzündet, Schulden werden beglichen. Das steht bereits auf der öffentlichen Seite.
- Alte Abzählreime oder Lieder zählen die Mondnamen ab dem Knospmond auf.
- Alte Leute sagen am Frühlingsfest manchmal „ein gutes neues …“ und brechen dann ab.
3. Der Gnadentag
Die Kirche hat den Fall von Bazz auf den 1. Dargen gelegt. Ob Bazz wirklich an diesem Tag fiel, ist offen.
Abzugleichen: das tatsächliche Datum in der wahren Zeitachse. Falls es abweicht, hat die Kirche das Datum bewusst verlegt, damit der Fall, die Finsternis und der Monat des Dhargass zusammenfallen.
4. Der Sorische Kalender ist ein Mondkalender
Branjur läuft in genau einem Monat um. Seine vier Viertel ergeben die vier Wochen zu je neun Tagen. Monat und Woche stammen also vom Mond, nicht von Sor. Der alte Kalender aus der Zeit vor dem Fall war ein reiner Branjur-Kalender, und ein „Mond“ war ein Umlauf des Branjur. Die Kirche hat ihn übernommen, die Namen ersetzt und behauptet, Sor habe den Monden ihren Lauf vorgegeben. In Wahrheit ist es umgekehrt.
Die großen Feste der Kirche am 18. (Mittwinter, Frühlingsfest, Sorfest) liegen alle auf dem vollen Branjur. Die Kirche hat ihre Feste über die alten Mondfeste gelegt. Die heimliche Blaunacht ist also nicht der Abklatsch eines Kirchenfestes, sondern das Original.
Die Blaunacht unter dem vollen Branjur und die Rotnacht unter dem vollen Dundar sind Reste der alten Mondverehrung. Wer sie feiert, weiß das nicht.
Spur für die Spieler:innen: Die Blaunacht fällt immer auf denselben Tag wie die großen Feste der Kirche. Wem das auffällt, der fragt sich, welches Fest zuerst da war.
5. Die Rotnächte
Dundar braucht 160 Tage für seinen Lauf. Er steht alle 160 Tage voll, also drei oder vier Mal im Jahr. Nach fünf Jahren (2880 Tagen) wiederholt sich die Folge der Rotnächte genau.
Die Kirche besitzt Tafeln, mit denen sich die Rotnächte auf Jahre im Voraus berechnen lassen. Das Wissen dazu stammt aus der Zeit vor dem Fall. Die Kirche hütet es, denn wer die Rotnächte vorhersagen kann, hat Macht über die Menschen. Sie kann Ausgangssperren verhängen, sie kann sie aber auch aufheben, wenn es ihr nützt.
Auf dem Land kursieren vereinzelt heimliche Mondtafeln. Schon ihr Besitz ist Ketzerei.
Abzugleichen: Welches Amt der Kirche die Tafeln verwahrt. Die Hüter würden sich anbieten.
Rechenhilfe: Liegt eine Rotnacht auf dem Tag X (fortlaufend gezählt), folgen die nächsten auf X + 160, X + 320 usw. Ein Jahr hat 576 Tage. Die erste Rotnacht eines Jahres lässt sich frei setzen.
6. Das Jüttfeuer
Ursprünglich war das Jüttfeuer ein reines Opfer an Ghen. Die Bitte an Sor um Vergebung hat die Kirche später angehängt und das Fest auf das Ende ihres Jahres gelegt.
Offen: Wenn das alte Jahr im Frühling begann (siehe 2.), lag das Jüttfeuer früher vielleicht am Ende des alten Jahres, also kurz vor dem 18. Duner.