spielleitung:zeitachse

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Die wahre Zeitachse (nur Spielleitung!)

Diese Seite enthält die tatsächlichen Ereignisse der bekannten Vergangenheit. Sie widerspricht in vielen Punkten der öffentlichen Zeitachse, die die soristische Lehre wiedergibt.

Was wirklich geschah
  1. Generationen v. B.
    Bazz

    Bazz war keine fremde Stadt am Rand der Welt, sondern eine gigantische elfische Metropole, gelegen mitten im Zentrum zwischen den Kulturen der Menschen, Tusal und Bândha. Sie war über viele Generationen das Zentrum eines gemeinsamen Kulturraums, der Handel und Wissen prägte.

  2. Jahrzehnte v. B.
    Die heiße Sonne

    Über viele Jahrzehnte wurde die Sonne nach und nach heißer. Ernten begannen zu verdorren, Flüsse trockneten aus. Die Hungersnöte häuften sich zuerst an den Rändern der Zivilisation, dann überall. Die alte Ordnung begann zu zerbröckeln, lange bevor irgendeiner Feindseligkeit zwischen den Völkern.

  3. Jahrzehnte v. B.Ankerwerke
    Der Schirm

    Die Elfen entwickelten eine Lösung. Sie schafften es einen feinen Staub herzustellen der in der Hochatmosphäre schwebend, einen Teil der Sonneneinstrahlung abfängt. Er sollte nicht verdunkeln, sondern nur als Filter dienen, um Sors Strahlen auf ein erträgliches maß abzuschwächen. Hierzu wurden gigantische Staubtürme errichtet, die den Staub produzierten und in die Atmosphäre entließen. Dort wurde er von vielzähligen Resonanztürmen gehalten. Diese waren in Form eines Netzes angeordnet und überspannten den gesamten Kontinent. Ohne dieses Netz ist der Staub nicht zu kontrollieren.

  4. Jahrzehnte v. B.Zusammenarbeit
    Das Prägewerk

    Die Steuermuster der Resonanztürme sind komplex. Sie zu erlernen erfordert viel Zeit. Darum erschufen die Elfen auch das Prägewerk. Es kann Wissen unmittelbar in den Geist schreiben. So wurde aus vielen Freiwilligen in Kürze ein Befähigter.

    Genau deshalb funktionierte die Zusammenarbeit von Menschen, Tusal und Bândha. Sie bedienten sie die Resonanztürme Seite an Seite mit Elfen. Der Schirm aus Staub war ein gemeinsames Werk aller vier Völker.

    Doch was schreiben kann, kann auch ausradieren…

  5. Jahre v. B.Terror
    Die Anschläge

    Die Soristen waren eine kleine Sekte mit dem Glaubenssatz, dass der Himmel Sor allein gehöre.

    Sie begannen Resonanztürme zu zerstören, die Turmwärter zu ermorden und Vorratslager zu verbrennen. Jeder Anschlag riss ein Loch in den Schirm aus Staub, jedes Loch verbrannte Ernten, und jede weitere verbrannte Ernte trieb ihnen neue Anhänger zu.

    Ein Kreislauf, in dem die Täter als Propheten dastanden, in dem der Hunger, den sie selbst verursachten, ihr bestes Argument wurde.

  6. 3 Jahre v. B.Krieg
    Der Krieg

    Die Anhängerschaft der Soristen wuchs mit steigender Verzweiflung. Klug wussten sie durch Manipulation selbst die Könige der Tusal und Nistril auf ihre Seite zu ziehen. Und so beschworen sie einen Krieg herauf, der alle bekannten Länder des Kontinents erfasst. Ziel war es Bazz zu Fall zu bringen.

  7. Jahr 0Die Katastrophe
    Der Fall von Bazz

    Die Belagerung dieser Millionenstadt dauerte Jahre und kostete auf beiden Seiten Hunderttausende das Leben.

    Im Zentrum der Schlacht übernahmen die Soristen das Prägewerk. Sie wollten den Elfen das Wissen um die Staubsteuerung nehmen, doch die verstanden das Gerät nicht. Sie vermochten weder die Reichweite des Netzes aus Resonanztürmen einschätzen, noch wusste sie, wie man eingrenzt, welche Erinnerungen gelöscht werden.

    Ein Befehl verursachte gleich zwei Katastrophen. Jeder Geist in Reichweite wurde geleert. Ohne Steuerung wurde weiterhin Staub in die Atmosphäre eingelassen. Und ohne abgestimmte Resonanz verbreitete er sich unkontrollierbar.

    Die Finsternis begann somit am Tag des Sieges. Die Sieger standen auf den Trümmern und wussten nicht mehr, warum sie gekommen waren.

  8. 0 – 10 n. B.
    Der Aufstieg

    Die Soristen im Innersten der Zeremonie standen im Schatten des Werks und wurden nur teilweise erfasst. Die meisten starben binnen Monaten an dem, was das Gerät in ihnen angerichtet hatte.

    Die Überlebenden fanden eine Welt vor, in der niemand mehr wusste, wer er war. Aus dieser Verlegenheit machten sie ihre Machtgrundlage.

    In den Jahren der Reinigung verbrannten sie, was ihre Version widerlegt hätte, und massakrierten, wer sie hätte bezeugen können.

  9. 36 n. B.
    Die Gegenwart

    Für die heutige Kirche spielt die Frage nach Lüge oder Irrtum keine Rolle mehr, da die meisten Priester ihre eigene Geschichte aufrichtig glauben.**

Wahrheit Soristische Lehre
Vier Völker arbeiteten am Schirm zusammen Die Elfen zwangen die anderen Völker in Knechtschaft zur Frevelarbeit
Das Prägewerk machte Wissen teilbar Die Elfen versklavten die Geister der Rechtgläubigen
Soristische Anschläge lösten Hunger und Krieg aus Der Hunger war Sors erste Mahnung, der Krieg seine gerechte Antwort
Die Sonne wurde zu heiß; der Schirm sollte Ernten retten Die Elfen wandten sich aus Hochmut gegen Sor selbst
Ein soristischer Eingriff löschte alle Erinnerung Sor nahm die Erinnerung an die sündige Zeit — ein Akt der Gnade
Der Staub fiel, weil die Wärter geleert wurden Der Staub ist die Strafe, die auf dem Frevel liegt
Die Soristen behielten Erinnerungen, weil sie im Schatten des Geräts standen Sor verschonte die Reinen als Zeugen seines Willens

Die Fälschung ist deshalb so wirksam, weil kaum gelogen werden musste — nur umgedeutet. Die Elfen haben den Himmel verdunkelt. Die Allianz hat gesiegt. Die Erinnerung ist verschwunden. Jede Einzeltatsache stimmt; nur die Kausalität steht auf dem Kopf.

Wer zum Zeitpunkt des Falls außerhalb der Netzreichweite war — auf See, tief unter Tage, in abgelegenen Randgebieten —, blieb unberührt. Nach den Jahren der Reinigung leben davon kaum noch welche: Wer im Jahr 3 erzählte, er erinnere sich an Elfen als Nachbarn, wurde verbrannt. Die Überlebenden lernten zu schweigen oder sich für verrückt erklären zu lassen.

Spielmaterial: ein Greis, der im Suff Dinge murmelt, die stimmen. Ein Insasse eines Armenhauses, dessen Wirrreden eine Landkarte ergeben. Eine Seefahrerfamilie mit einer mündlichen Überlieferung, die niemand sonst kennt.

Über das ehemalige Netzgebiet verteilt stehen noch Ankerwerke — die meisten verfallen, geplündert oder überwuchert, manche unversehrt. Sie sind stumm und werden von der Landbevölkerung gemieden. Wo Soristen sie erreichen konnten, wurden sie gesprengt; in abgelegenen Gegenden stehen sie noch.

Niemand weiß, wozu sie dienten. Erklärungen reichen von Grabmälern über Wachtürme bis zu Fluchmalen.

Alte Technologie taucht sporadisch auf: in Ruinen, in Gräbern, im Handel unter der Hand. Sie funktioniert selten, wird kaum verstanden und gilt als ketzerisch. Wer damit erwischt wird, hat mit der Kirche zu rechnen.

  1. Existenz von Bazz? Die Trümmerfelder von Bazz erstrecken sich über viele Quadratkilometer eines vergessenen Gebietes an der Mündung des großen Flusses. Der genaue Standort ist unbekannt, aber erreichbar. Allerdings liegt er in tiefster Finsternis.
  2. Existenz weiterer elfischer Metropolen? Mindestens zwei weitere elfische Metropolen liegen weit jenseits der bekannten Welt, Erevor und Oiiad. Sie sind theoretisch erreichbar und wurden vom Fall nicht erfasst. Aber Was dort geschah und ob man dort weiß, was mit Bazz passierte, ist unklar.
  3. Existenz intakter Prägewerke? Fall noch Prägewerke existieren, ist es möglich sie zu aktivieren? Kann man damit Erinnerungen zurückholen, verändern, beeinflussen?

s ja, ist es das gefährlichste Objekt der bekannten Welt und ein möglicher Kampagnen-Fluchtpunkt.

  1. Reaktivierung von Ankerwerke? Ohne Wärter und ohne Prägewerk fehlt beides: das Wissen und der Weg, es zu erlangen.
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  • Zuletzt geändert: 21.08.2026 20:53
  • von Voigt