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Sprachen & Schriften

Viele Zungen werden auf Ghen gesprochen. Einige davon sind sich sehr ähnlich, andere hingegen stehen vollkommen für sich. Neben einigen Hauptsprachen, von der fast jede Abstammung und Kultur eine eigene spricht, gibt es einige Sprachen, die nur in bestimmten Regionen gesprochen werden.

Dialekte. Neben den Sprachen gibt es noch eine Vielzahl von Dialekten, die aufzuzählen aber fast unmöglich wäre. So gibt es in Suam etwa von Dorf zu Dorf Abweichungen, betreffend der Aussprache des dort gesprochenen Na'am. Für Nicht-Muttersprachler kann es deswegen zu viel Verwirrung kommen.

Akzente. Um eine Sprache zu erlernen, braucht es viel Zeit. und sie perfekt zu sprechen, muss man viele Jahre mit der entsprechenden Volksgruppe verbringen. Sonst wird immer ein erkennbarer Akzent verbleiben.

Sprachen zu Spielbeginn. Jeder spricht eine Hauptsprache, je nach Kultur. Dazu kommt eventuell eine weitere lokale Sprache, je nach Herkunft. Nur gebildete oder studierte Helden können eine tote Sprache. Ein bukkischer Alchemist aus Todt kann zu Spielbeginn somit aus folgenden Sprachen wählen: Bandhâ, Na'am und Impea & Alt-Bukkisch. Jedoch wird er nur Bandhâ und Na'am perfekt sprechen (100%).

  • Sprecher: Nistril
  • Alphabet: Nistril
  • Verwandtschaft: Na’am

Die Hauptsprache der Menschen ist aufgrund ihrer einheitlichen Grammatik und ihrem vielseitigem Wortschatz schnell verbreitet worden. Zwar finden sich regional leichte Abweichungen, da oft Wörter anderen Sprachen hinzugemischt wurden, dennoch findet das Nistril heute in großen Teilen auf Ghen Verwendung.

Die Schrift umfasst 31 Buchstaben, die auch von den Bukken verwendet werden.

  • Sprecher: Bândha
  • Alphabet: Bândha, regional auch Nistril
  • Verwandtschaft: Achati (Alt-Bandhâ), Na’am

Das Bândha, die Sprache der Bukken, wirkt wesentlich melodischer als das Nistril oder gar das Tusal. Manche behaupten, es erinnere an das Elfische. Grammatisch ist Bândha nicht mit anderen Sprachen verwandt. Die Bukken kennen einen enormen Wortschatz und feinste Abstufungen ihrer Verben bezüglich Zeit und Fall. Bândha entstammt dem Achati, das früher in der Sandwüste gesprochen wurde.

Das Bandha verfügt über eine eigene Schrift, die sehr verschnörkelt ist und aus vielen Kreise und Bögen besteht. Die Schrift zeigt keine Ecken und Kanten und der Stift wird während eines Satzes nie abgesetzt. Diese Art zu Schreiben gerät aber zunehmend in Vergessenheit, da vielerorts zunehmend das Alphabet der Nistril verwendet wird.

  • Sprecher: Tusal
  • Alphabet: 21 / 19 Runen des Tusal
  • Verwandtschaft: Alt-Tusal

Tusal ist die ursprüngliche Sprache der Zwerge. Da ihr Wortschatz, bezogen auf Bergbau und Schmiedekunst, sehr umfangreich ist, wird sie heute jedoch in vielen Schmiede- und Handwerkervierteln der großen Metropolen gesprochen. Es klingt weniger melodisch als die Sprache der Menschen und Bukken, und wird meist in kurzen Worten und Sätzen gesprochen.

Zwergenrunen. Die Tusal kennen eine Schrift aus Runen, die sich hervorragend in Metall gravieren oder Steine meißeln lassen. Die Traschafier nutzen 20 Runen, die Patria nur 18. Sie nutzen die Buchstaben D, G und S nicht, dafür aber eine Rune, die das T, K und Z entsprechend weicher klingen lässt (|). Ebenfalls sind die Runen der Patria noch einfacher als die der Traschafir. Im Hogarth verwendet man oft eine Mischform daraus, was aber unproblematisch ist. Denn jeder Tusal kann jede Runenart lesen. Oft finden auch die Letter der Nistril Verwendung, wenn es um längere Schriftstücke geht.

Patria: A, E, I, O, U, B, F, H, K, L, M, N, P, R, T, W, Z, SCH, Weichheitszeichen

Traschafir: A, E, I, O, U, B, D, F, G, H, K, L, M, N, P, R, S, T, W, Z, SCH

  • Sprecher: Oger & Malign
  • Alphabet: keins
  • Verwandtschaft: keine

Die Oger und Malign sprechen das Gosch. Das kehlige Gekrächze ist von Menschen und Bukken nur sehr schwer zu artikulieren. Die tiefen Grunzer reizen auf Dauer ein jedes normales Stimmband. Ein Schrift ist den Malign und Oger unbekannt, und auch ihr Wortschatz im Allgemeinen ist recht simpel.

  • Sprecher: Grinder der nördlichen Steppen
  • Alphabet: Runenzeichen
  • Verwandtschaft: Dâljat

Die Angehörigen des Staubvolks sprechen untereinander das Torkwai (4/1), eine von allen anderen vollkommen unabhängige Sprache. Sie wirkt recht simpel, aber nur weil sich viele Worte stark ähneln. Erst nach der Zeit hört man die feinen Unterschiede der an sich sehr monotonen Sprache. Ihre schönste Anwendung findet sie bei den stundenlangen, sehr tief gehaltenen Totengesängen. Man kennt einfache Runenzeichen, mit denen sich aber keinen Bücher füllen lassen.

  • Sprecher: Feldten, Gorgorier, Estorier (teilweise)
  • Alphabet: Feldtische Silbenschrift
  • Verwandtschaft: keine

Feldtisch ist eine dem Tjâra ähnlich Zunge, die in allen feldtischen Gebieten gesprochen wird. So auch in Gorgorien und Estorien.

Es besitzt ein sehr großes Alphabet und eine somit hoch entwickelte Schriftsprache. Die Feldten schreiben noch heute von oben nach unten in komplizierten Silbenzeichen. Sie besitzen also keine einzelnen Buchstaben. Die Anzahl dieser Silben lässt sich nur schätzen, beläuft sich aber wohl auf über 10.000 Stück. Nur die Meister der Schreiber kennen alle von ihnen. Dem normalen Bürger reicht ein Hundertstel davon vollkommen aus.

  • Sprecher: Sujuten in Nuvjia
  • Alphabet: Nistril
  • Verwandtschaft: Nistril & Bandhâ

In den Sümpfen Suams entwickelte sich ein Dialekt aus Bandhâ und Nistril, das Na’am. Es ist eine sehr schnell gesprochen Zunge mit der vereinfachten Grammatik des Nistril.

  • Sprecher: Bewohner der großen Sandwüste, Lehmwüste (teilweise)
  • Alphabet: unbekannt
  • Verwandtschaft: keine

In der großen Sandwüste wird das Dihadd gesprochen. Obgleich es einen enorm großen Wortschatz hat, ist die Schrift verhältnismäßig primitiv gehalten. Durch die großen Karawanen wurde es in viele weitere Gebiete getragen. So spricht auch ein Teil der Lehmwüste Keit das Dihadd und in Regionen der Küsten um das einstige Dschabal Scharr.

  • Sprecher: Lehmwüste Keit
  • Alphabet: unbekannt
  • Verwandtschaft: keine

In der Lehmwüste wird Keti (3/1) gesprochen. Es hat nichts mit dem Dihadd zu tun. Es handelt sich vielmehr um die harte Sprache der Berge dieser Region. Schriftstücke werden hier in einer Art Zinkenschrift verfasst.

  • Sprecher: Bewohner der Waldberge
  • Alphabet: 24 Runen des Tusal
  • Verwandtschaft: Torkwai & Tusal

Als die Grinder die Waldberge besiedelten, trafen sie auf die ersten Zwerge. Das alte Torkwai mischte sich mit dem Tusal und entstand im Laufe der Jahrhunderte Dâljat (3/1). Es ist dem Torkwai noch sehr ähnlich, wirkt aber stark vereinfacht und hat viele zwergische Begriffe übernommen. Geschrieben wird mit den 24 Runen der Tusal. Das Dâljat wird von fast allen Bewohnern der Waldberge gesprochen oder zumindest verstanden.

  • Sprecher: Söldner & Soldaten
  • Alphabet: keins
  • Verwandtschaft: keine

Erwähnenswert ist noch das Gulak. Diese Zeichensprache ist vielen Söldner und Soldaten bekannt. Mit ihr lassen sich militärische Kommandos sehr schnell und einfach ausdrücken, was von Vorteil ist, wenn Ruhe wichtig ist. So kann man sich auf Sichtweite über Vorgehensweisen beim Angriff und andere Dinge absprechen. Allerdings reicht das „Vokabular“ nicht aus, um seinen Gefährten zu fragen, wie viele Bolzen er noch bei sich trägt. Gulak umfasst nur Angriffsarten, Rückzüge, Richtungsangaben, Gegnerbeschreibungen nach seiner Bewaffnung, deren Anzahl und ähnliche Sachverhalte. Alle Krieger und Söldner sprechen Gulak.

  • Sprecher: Waldläufer & Gassenläufer
  • Alphabet: Zeichenschrift
  • Verwandtschaft: keine

Zinken nennen sich die einfachen, in einen Baum, oder Fels geritzten Zeichen, die als Hinweise und Warnungen dienen. Sie finden bei Wald- und Gassenläufern Verwendung und sind für den ungeschulten Betrachter meistens kaum zu erkennen. Ebenso ermöglichen Zinken es, per Berührung Botschaften auszutauschen. Hierbei wird eine Art Fingeralphabet verwendet (Probe Fingerfertigkeit gegen Wahrnehmung).

  • Sprecher: Hochöfen & Minen (Tusal & Grauvolk)
  • Alphabet: keins
  • Verwandtschaft: keine

Kezzar ist die Sprache der Hochöfen. Niemand weiß woher die rudimentäre Sprache stammt, sie enthält aber viel Fachvokabular aus dem Tusal. Sie erinnert eher auch Bellen und Knurren, ermöglicht es aber auch neben fauchenden Hochöfen und lauten Schmieden sehr präzise und unmissverständliche Arbeitsanweisungen geben. Sie ist in den Minen und Verhüttungsanlagen der Tusal und Grauvolk gang und gäbe.

Die toten Sprachen werden nicht mehr aktiv im Alltag genutzt, sind aber in bestimmten Kreise noch bekannt und gebräuchlich.

  • Sprecher: Nistril (Gelehrte, Priester und Magier)
  • Alphabet: Nistril
  • Verwandtschaft: keine

Eine noch angewendete alte Sprache ist hingegen das Impea. Viele Wissenschaftler benutzen es als reine Schriftsprache. An den großen Höfen des Adels wird sie jedoch auch noch gesprochen, da es ein Zeichen für eine gute Bildung ist. Wichtigstes Anwendungsgebiet des Impea ist aber die Heilige Schrift der Soristen.

  • Sprecher: Bândha, Sandwüste (Oberschicht)
  • Alphabet: Bândha
  • Verwandtschaft: Bândha

Das Alt-Bukkische wird noch von bukkischen Dichter und Philosophen verwendet, und war einst die Sprache Sidiriens, einer alten, vergessenen Wüstenkultur. Ihre melodische Art bezaubert die meisten Zuhörer nach kurzer Zeit. Alle alten bukkischen Heldenlieder sind in Achati verfasst.

Es sprechen jedoch nur wenige Bukken die Sprache ihrer Vorfahren. Viele Angehörige der Unterschicht haben es nie gelernt. Die Bukken der Oberschicht sind jedoch sehr stolz auf ihr Vermächtnis und sprechen so oft es geht das schöne Bândha.

  • Sprecher: Tusal (Gelehrte und Priester)
  • Alphabet: 24 Runen des Tusal
  • Verwandtschaft: Tusal

Auch die Tusal kennen eine noch ältere Form ihrer Sprache und hüten diese, um weiterhin ihre alten Schriften zu verstehen. In vielen traditionellen Riten findet Alt-Tusal weiterhin Verwendung. Im Gegensatz zur Sprache hat sich die Runen-Schrift kaum verändert.

  • Sprecher: Gelehrte
  • Alphabet: Turillion (38 Buchstaben)
  • Verwandtschaft: Turillion

Turil war die Sprache der Kalian. Sie entstammt dem Turillion, ist aber wesentlich vereinfacht. Für das menschliche Ohr klingt sie unglaublich melodisch und kompliziert. Die verschiedenen Tonfälle, sind für einen Normalsterblichen sehr schwer zu differenzieren. Ihr Alphabet umfasst 38 Buchstaben und ist ungleich schöner als die Buchstaben des Nistril. Das Wissen um Turil wird von vielen Wissenschaftlern gehütet, da es hilft, Turillion, die Sprache der Elfen, zu übersetzen.

Die Sprecher der vergessenen Sprachen sind untergegangen. Somit ist auch das Wissen um die Sprachen verloren. Nicht selten findet man Texte in unbekannten Sprachen aus alter Zeit.

  • Sprecher: Elfen
  • Alphabet: Turillion
  • Verwandtschaft: Turil

Die komplizierteste aller toten Sprachen ist sicher die Sprache der ausgelöschten Elfen, das verbotene Turillion. Niemand weiß heutzutage noch, wie man es ausspricht. Aber allein das Entziffern der Umfangreichen schnörkeligen Schrift bereitet Probleme.

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  • Zuletzt geändert: 23.07.2026 22:40
  • von Voigt